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Erfahrungsberichte

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Nils Oelkers

Das Studium nach Dienstzeitende

Das nachfolgende Interview hat unser Student Herr Oelkers mit dem Online-Portal Dienstzeitende.de geführt. Hier haben vor allem Mitglieder der Bundeswehr die Möglichkeit, sich über Weiterbildungsmöglichkeiten zu informieren.

Zur Person:

Der 1977 in Wilhelmshaven geborene Nils Oelkers absolvierte zunächst sein Abitur, ehe er 1998 in die Bundeswehr eintrat. Nach seinem Dienstantritt war der Soldat auf Zeit für vier Jahre als Taucherarztgehilfe in einer Tauchergruppe der Marine in Wilhelmshaven eingesetzt. Zum Jahreswechsel 2000 / 2001 hat er zudem an einem sechsmonatigen Auslandseinsatz in der Nähe von Tetovo in Mazedonien teilgenommen.

Im Jahr 2002 wurde Nils Oelkers in die Laufbahn der Offiziere des Truppendienstes übernommen und in die Panzergrenadiertruppe versetzt. Neben der Offiziersausbildung folgten mehrere Verwendungen als Gruppenführer und später auch als Zugführer im Panzergrenadierlehrbataillon 92 in Munster.

Um ein Studium der Sportwissenschaften aufzunehmen, wechselte Nils Oelkers 2006 an die Universität der Bundeswehr nach München. Dieses schloss er 2011 als Diplom-Sportwissenschaftler ab und beendete im September 2011 nach dreizehn Dienstjahren seine Laufbahn in der Bundeswehr.

Noch vor dem Dienstzeitende legte der Oberleutnant d.R. mit zwei dienstzeitbegleitenden BFD-Maßnahmen im Gesundheitsbereich den akademischen Grundstein für sein jetziges Fernstudium. Denn diese waren die Voraussetzung für den Masterstudiengang Gesundheitsökonomie, den Nils Oelkers seit seiner Entlassung an der APOLLON Hochschule der Gesundheitswirtschaft studiert.

Nebenbei begleitet der angehende Gesundheitsökonom das gesundheitswissenschaftliche Forschungsprojekt „Xsund leben am Seefelder Plateau“ des Instituts für Gesundheitswissenschaften im österreichischen Reith bei Seefeld.

Name Nils Oelkers
Abschluss 2014 ([ml] label-jahrgangsbild)
Studiengang Master Gesundheitsökonomie
Erlernter Beruf Offizier mit Studium (Dipl.-Sportwissenschaften)
Derzeitiger Beruf Case-Manager
Geburtsdatum 26.12.1977

Herr Oelkers, wie verläuft das Fernstudium bei Ihnen in der Praxis?

Damit ich die Studieninhalte absolvieren kann, erhalte ich durch die APOLLON Hochschule Studienhefte mit Übungs- und Fallaufgaben zu verschiedenen gesundheitsökonomischen Themenfeldern, die mir als Studienhefte alle drei Monate nach Hause geschickt werden. Ergänzende Studienmaterialien stellt mir die Hochschule über den sogenannten Online-Campus zur Verfügung, in dessen Bereich ich jeder Zeit Verbindung zu Tutoren, Studenten und dem Studienservice aufnehmen kann.

Die Hochschule wird größtenteils durch E-Learning geführt, so dass Studieninformationen ohne Zeitverlust an einen von mir genutzten Computer übermittelt werden und ich täglich auf dem neuesten Informationsstand gebracht werde. Bei Fragen steht mir tagsüber telefonisch und per Email nachts oder am Wochenende der Studienservice zur Verfügung, der mir jede noch so schwierige Frage umgehend beantworten kann, so dass einem reibungslosem Ablauf des Studiums nichts im Wege steht.

Hürden, die überwunden werden müssen, gibt es aber natürlich mit zu bestehenden Fallaufgaben, Klausuren, Präsenzseminaren und einer Abschlussarbeit auch. Die wichtigsten Punkte für ein Bestehen der Prüfungsleistungen sind ein gutes persönliches Zeitmanagement, um das Studium neben dem Beruf oder wie bei mir in den Tagesablauf zu integrieren.

Wie sehen denn konkret die praktischen Studienanteile bei der APOLLON Hochschule aus?

Praktische Studieninhalte werden mir während des Studiums durch Präsenzseminare vermittelt, in denen ich gelernte Studieninhalte durch Gruppenarbeiten, praxisorientierte Rollenspiele, Diskussionen und den Austausch mit Branchenexperten vertiefe. In Gruppenprojekten bearbeite ich gemeinsam mit Kommilitonen verschiedene aktuelle Praxisthemen, die zum Ende der jeweiligen Veranstaltung vor Tutoren oder Experten der Hochschule präsentiert werden müssen. Dadurch wird meine Fachkompetenz durch selbstständiges Aufbereiten eines Themas gezielt ausgebaut und meine Methodenkompetenz durch wissenschaftliches Arbeiten, Recherchieren und Präsentieren erweitert.

Herr Oelkers, ist Ihnen nach Ihrer Bundeswehrzeit das erneute Studieren eigentlich leicht gefallen?

Ja und Nein. Mein persönlicher Werdegang bei der Bundeswehr ermöglichte mir mein Erststudium Sportwissenschaften zum Ende der Bundeswehrzeit, so dass ich danach eine dienstbegleitende BFD-Maßnahme anschließen konnte. Diese Maßnahme nutze ich dazu, um die Zulassungsvoraussetzungen für das von mir gewählte Zweitstudium zu erreichen.

Aus diesem Grund entstanden mir keine großen Ausfallzeiten für das Lernen im Studium. Wenn man sich, so wie ich, für ein Vollzeitstudium nach dem Dienstzeitende entscheidet, muss einem allerdings bewusst sein, das der geregelte Arbeitstag mit einem Wochendienstplan nicht mehr vorhanden ist und der Dienstplan nun selbst geschrieben und vor allen Dingen eingehalten werden muss, um die geforderten Studien- und Prüfungsinhalte in der von der Hochschule vorgesehenen Zeit positiv abschließen zu können.

Und warum haben Sie sich ausgerechnet für ein Fernstudium und nicht für ein Präsenzstudium entschieden?

Ich habe mich bewusst für ein Fernstudium bei der APOLLON Hochschule entschieden, weil die Hochschule mir ein praxisnahes Studium von zu Hause oder einem beliebigen Ort, an dem ich mich befinde, ermöglicht. Klausuren können an vielen Standorten in Deutschland und im Ausland geschrieben werden, so dass ich lange Anfahrtswege vermeiden und direkt bei einem Kooperationspartner der Hochschule in München die Prüfungsleistung erbringen kann.

Ein wichtiger Punkt bei meiner Suche nach einer Hochschule war aber auch der „Wohlfühlfaktor“ und dass ich mich mit der Einrichtung identifizieren kann, damit ich von ihr auf meinem weiteren beruflichen Lebensweg nach der Bundeswehrzeit profitieren kann. Seit Beginn des ersten telefonischen Gesprächs mit dem Studienservice vor der Immatrikulation fühle ich mich von der APOLLON Hochschule aufgenommen und freue mich in einem so kompetenten, freundlichen und motivierenden Team arbeiten und mich fortbilden zu dürfen.

Studium und ein gutes soziales Netzwerk zwischen Studenten, Tutoren und Kooperationspartnern haben höchste Priorität und tragen sehr stark zu meiner Identifizierung mit der Hochschule bei.

In welchem Maße wurden Sie bei Ihrer bisherigen akademischen Ausbildung durch den Berufsförderungsdienst (BFD) unterstützt?

Der BFD hat mich auf meinem Weg in das Studium begleitet und nahm für mich hauptsächlich eine Beratungs- und Aufklärungsfunktion ein, um mir Möglichkeiten und Maßnahmen der Berufsförderung während und nach meiner aktiven Bundeswehrzeit aufzuzeigen. Bei den Beratungsgesprächen war ich jederzeit aktiver Mitgestalter meiner Förderung und konnte gemeinsam mit meinem BFD-Berater einen persönlichen Berufsförderungsplan erarbeiten.

Wichtig für mich war auch die finanzielle Absicherung während meines Fernstudiums und ein damit verbundener geringer persönlicher Aufwand Gelder durch den BFD beantragen zu müssen. Auch hier war die BFD-Beratung für mich von großem Nutzen, so dass mir die richtigen Antragsformulare einen zügigen finanziellen Ausgleich persönlich getätigter Ausbildungskosten ermöglichten.

Was sollten Ihrer Meinung nach Kameraden beherzigen, die sich nach dem Dienstzeitende vielleicht ebenfalls für eine Bildungsmaßnahme im Gesundheitsbereich interessieren?

Interessierte Kameraden sollten sich um eine Bildungsmaßnahme rechtzeitig bemühen, da die BFD-Förderung bereits während der aktiven Dienstzeit beginnen kann und nicht nur auf die Zeit nach dem Dienstzeitende beschränkt ist. Bildungsmaßnahmen müssen mit dem BFD frühzeitig geplant und beantragt werden, so dass eine Berufsförderung mit persönlicher Ausrichtung für den jeweiligen Kameraden erreicht werden kann.

Konsekutive Studiengänge, wie der Masterstudiengang Gesundheitsökonomie an der APOLLON Hochschule, stellen für Kameraden, die sich speziell für Bildungsmaßnahmen im Gesundheitsbereich interessieren, vielfältige Möglichkeiten dar, die auch mit Erststudiengängen aus anderen Themenfeldern kombinierbar werden, wenn die jeweiligen Zulassungsvoraussetzungen geschafft werden. Der Gesundheitsbereich stellt ein großes Themenfeld mit Zukunft dar, das vielen interessierten und motivierten Kameraden eine neue Berufsperspektive eröffnen kann.

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