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Erfahrungsberichte

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Alvaro André

Meine Thesis soll etwas verändern

Ich studiere den Bachelor Gesundheitsökonomie, obwohl nicht Deutsch, sondern Portugiesisch meine Muttersprache ist.
Am Anfang des Studiums war es schwierig für mich: Zum einen weil ich das Deutsche längst nicht so gut beherrsche wie ein Muttersprachler und zum anderen, weil ich aus einem vollkommen anderen kulturellen Umfeld komme, ursprünglich stamme ich aus Angola.

Name Alvaro André
Studiengang Bachelor Gesundheitsökonomie
Erlernter Beruf Gesundheits- und Krankenpfleger
Derzeitiger Beruf Gesundheits- und Krankenpfleger
Geburtsdatum 21.04.1982

Ich war mir sehr unsicher, wie die Anforderungen in den Fallaufgaben sind und hatte Angst, etwas grundlegend falsch zu machen und mich zu blamieren.

In meinem Einführungsseminar habe ich dann Kontakt zu anderen Studierenden aufgenommen, habe mich ausgetauscht und mir Orientierung und Ratschläge zu den Fallaufgaben geholt. Das hat mir sehr geholfen, denn so konnte ich dann viel besser einschätzen wie das Niveau ist und was von mir erwartet wird.

Später habe ich dann auch Kontakt zu weiteren Mitstudierenden aufgebaut, deren Muttersprache ebenfalls nicht Deutsch ist. Ich konnte sogar andere Studierende dazu motivieren, in schwierigen und harten Zeiten durchzuhalten und nicht aufzugeben. Auch heute ist es nicht immer leicht, meine Fallaufgaben zu bearbeiten und das Schreiben nimmt viel Zeit in Anspruch.

Aber ich halte durch, denn ich habe mein Ziel klar vor Augen: Wenn ich meinen Studienabschluss habe, will ich zurück in mein Heimatland Angola gehen und mich dort im Gesundheitsministerium bewerben. In meiner Thesis will ich mich mit dem angolanischen Gesundheitssystem beschäftigen, Handlungsempfehlungen geben und neue Perspektiven aufzeigen. So will ich daran mitarbeiten, dass sich alte Muster und Denkweisen ändern und den Menschen in meinem Heimatland eine bessere klinische Versorgung zukommt.

 

Herr André ist Gewinner des HDL-Bildungspreises. Lesen Sie hier mehr.

Schwester Josephine Ndirika 2 von 3
Schwester Josephine Ndirika

Studieren, wenn die Muttersprache nicht deutsch ist

Was heißt es für mich, nicht in meiner Muttersprache studieren zu können?

Es bedeutet für mich, dass ich sehr viel Eigeninitiative zum Lernen brauche, denn eine fremde Sprache zu erlernen allein ist schon sehr schwer. Darüber hinaus auch noch in einer anderen Sprache zu studieren ist eine große Herausforderung.


Name Schwester Josephine Ndirika
Studiengang Bachelor Gesundheitsökonomie
Erlernter Beruf Krankenpflegerin
Derzeitiger Beruf Pflegeleitung
Geburtsdatum 01.08.1964

Die Herausforderung beginnt schon mit dem empathischen Ausdruck verschiedener Worte.

Worte im deutschen können das gleiche bedeuten, werden aber komplett anders verwendet. Beispielsweise ist ist etwas ironisch gemeintes sehr schwer für jemanden wie mich einzuschätzen, der Deutsch nicht als Muttersprache hatte. Die Intention eines Satzes kommt bei mir dann teilweise vollkommen anders an, was manchmal zu humorvollen Verwechslungen führt, manchmal aber auch in schweren Missverständnissen mündet...

Die Wortwahl und der Satzbau ist in jeder Sprache anders. Hier ist ein ganz großes Fehlerpotential vorhanden, was bei mir als Studentin auch schwerwiegende Konsequenzen haben kann. Denn ich kann nie ganz sicher sein, dass der Dozent genau das versteht, was ich nun meine - was dann im schlimmsten Fall in einer schlechten Note resultieren kann.
Hierbei vertraue darauf, dass bei meinen Dozenten ein gewisses Maß an Verständnis für Nicht-Muttersprachlicher vorhanden ist. Bislang wurde ich hier nicht enttäuscht und wenn es Missverständnisse gab, konnten wir sie immer schnell klären.

Während des Studiums muss ich natürlich auch Recherchen betreiben, hierzu benötigt man schon ein gewisses Maß an Wissen über Verzeichnisse in deutschen Bibliotheken und deren Handhabung. Dies ist ja oftmals schon für Deutsche sehr schwierig, jetzt stellen Sie sich mich vor, wie ich mich durch die ganzen Fachbegriffe kämpfe... Aber ich gebe nicht auf - und es wird auch immer besser, was mich auch motiviert!

Schlussendlich kann ich nur sagen, dass ein Studium eine große Herausforderung ist, egal welche Sprache man spricht, aber für Fremdsprachler ist es eine noch etwas größere. Aber umso größer ist der Stolz auf sich selbst, wenn man es dann schafft!

Sr. Josephine Ndirika ( aus Umuoji in Nigeria Kongregation -Töchter der Göttlichen Liebe)

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Liane Mühlenberg

Studieren...

...von der Insel aus

Hallo,
ich bin Liane und lebe in UK, genauer gesagt in London-Crawley. Warum ich die Fern-Uni APOLLON ausgesucht habe hat mehrere Gründe. Nach all der Suche im Netz, Spanien, Austria, Switzerland, England... habe ich nach gründlichem Recherchieren festgestellt, dass die APOLLON - mit Abstand- den besten Unterrichtsstoff vermittelt.

Name Liane Mühlenberg
Studiengang Bachelor Gesundheitsökonomie
Erlernter Beruf Zahnarzthelferin
Derzeitiger Beruf selbstständige Dentalhygienikerin

Es würde an vielen anderen Unis möglicherweise leichter sein und vielleicht sogar einfacher, mit meiner Berufserfahrung einen Master-Abschluss zu erlangen; aber...das Wissen, dass ich vermittelt bekomme lag mir mehr am Herzen.

Die Präsenzseminare sind verhältnismäßig gering, so dass es nicht zu schwer ist, trotz Wohnsitz im Ausland daran teilzunehmen. Es ist wichtig, einen Präsenztermin möglichst früh bestätigt zu bekommen, da Flüge und Hotel gebucht werden müssen. Dadurch kann ich die Flugkosten und Übernachtung besser managen. Leider besteht noch das Risiko, das eine Veranstaltung aufgrund der Teilnehmerzahl abgesagt werden kann und dadurch unnötige Kosten für mich entstehen.

Das Überraschende für mich war, als ich erkennen musste, dass mir die deutsche Sprache, speziell wie ich mich richtig ausdrücke etwas abhanden gekommen ist. Die Erkenntnisse zu realisieren, welchen sprachlichen Einfluss das Leben in einem anderen Land hat, ist relativ lustig. Die anderen Einflüsse kann ich gesondert erklären.
 
Stolz macht mich, dass man im Ausland wegen seines "deutschen Wissensstandes und der Effizienz" sehr geschätzt wird. Nachdem ich nun endlich wieder der deutschen Schreibweise und dem Lernstil näher gekommen bin, bin ich sehr froh, diesen Weg gewählt zu haben. Die APOLLON ist mit der Übermittlung der Studienunterlagen extrem pünktlich und zuverlässig, wunderbar!

Was meiner Meinung nach noch verbesserungswürdig ist, eventuell ist es aber auch Ansichtssache, der Online-Support. Ich vermisse mehr Online-Support, wie z.B. Online-Vorlesungen, Online-Seminare, Online-Tutorien, direkten Kontakt zu Tutoren, das alles ist nicht so, wie ich es von Weiterbildungen aus England gewohnt bin. Ich weiß auch von Bekannten, die auch ein Fernstudium an einer deutschen Hochschule absolvieren, dass es dort auch deutlich mehr Online-Angebote gibt.

Es wäre schön, wenn sich die APOLLON Hochschule hierzu Gedanken machen würde und das Angebot erweitert. [Anmerkung des APOLLON-Teams: Machen wir!]

Ich kann mir gut vorstellen, dass Kommilitonen aus dem ländlichen Bereich genauso fühlen. Die Zeitverschiebung und auch Berufstätigkeit sollte keine Rolle spielen, wenn solche Seminare und Vorlesungen am Wochenende oder abends stattfinden würden. Ich wurde mich auch freuen mit Kommilitonen mehr über Skype in Kontakt zu kommen. Eine Art Online-Stammtisch, sozusagen via Online-Pub.
Cheers, Liane

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