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Erfahrungsberichte

Manuela Rach1 von 5

Fernstudieren in Namibia

Als mein Mann mir vor vier Jahren eröffnete, das wir für eine bestimmte Zeit nach Namibia gehen könnten, war mir sofort klar: „ Du musst etwas tun um dich geistig fit zu halten“. Denn als begleitende Ehefrau ist es mir untersagt hier in Namibia eine Tätigkeit aufzunehmen. Ich schaute mich ein wenig im Internet um, und siehe da, selbst ohne Abitur war es möglich einen Studiengang an der APOLLON Hochschule in Bremen zu beginnen.

Name Manuela Rach
Studiengang Bachelor Gesundheitsökonomie

Nach mehreren Telefonaten mit dem sehr freundlichen Serviceteam war klar, das dies eine sehr gute Alternative ist, aus dem Ausland zu studieren. Nun bin ich schon etwas länger dabei. Das liegt daran, dass ich im letzten Jahr unser zweites Kind bekommen habe und die Möglichkeit bestand eine Babypause einzulegen. Der Studentenalltag ist manchmal etwas einsam, aber es gibt ja das Studentenforum, in dem man sich schnell mit anderen austauschen kann.

Die schriftlichen Prüfungen sind auch kein Problem: wenn es eine Deutsche Botschaft in der Nähe gibt, hat man die Möglichkeit dort seine Prüfungen abzulegen. In Windhoek gibt es ebenfalls ein deutsches Goethe – Institut, welches auch sehr behilflich bei der Absolvierung der Prüfungen ist (dies war hier sogar ohne Gebühr möglich). Die Anwesenheitsseminare verbinde ich mit unseren Heimaturlauben, dies bedarf allerdings einer genauen Planung und Abstimmung. Aber das Team der APOLLON Hochschule war immer sehr flexibel, wenn es darum ging einen geeigneten Termin zu finden.

Auch die Tatsache, das ich mein Studium ohne einen praktischen Bezug absolviere ist kein Problem, da die Module meistens sehr praxisnah geschrieben sind und ich Zugang zum Internet habe. Das recherchieren der Aufgaben gestaltet sich allerdings sehr einseitig, da es keine deutsche Fachbibliothek vor Ort gibt. Dies könnte bei der Bearbeitung der Bachelor–Thesis vielleicht noch zu einem kleinen Problem werden.

Zusammenfassend würde ich mich jedoch jederzeit wieder für ein Studium dieser Art entscheiden, da man sehr individuelle Möglichkeiten hat dieses zu bewältigen.

Charlotte Kosko2 von 5
Charlotte Kosko

Fernstudieren wortwörtlich

Hallo, mein Name ist Charlotte Kosko und seit dem 01.01.2011 studiere ich  - mal mehr und mal weniger erfolgreich :-) – den Studiengang Gesundheitsökonomie an der APOLLON Hochschule. 10 Monate nach Studienbeginn hat es mich nach Alamogordo in New Mexico, USA verschlagen. Ein Studium aus der Ferne bringt einige Schwierigkeiten mit sich, da wird der Faktor „auf sich allein gestellt“ noch mal ganz neu definiert: Es gibt in meiner näheren Umgebung leider keine weiteren APOLLON Studenten, daher ist es für mich besonders wichtig, ein kleines Netzwerk an Studenten in Deutschland zu kennen.

Name Charlotte Kosko
Studiengang Bachelor Gesundheitsökonomie
Geburtsdatum 05.08.1988

Einige wenige Studenten konnte ich auf meinen bisher absolvierten Seminaren kennenlernen. Die meisten, mit denen ich kommuniziere und die mich an schlechten Tagen motivieren, kenne ich jedoch leider nicht persönlich. Im ersten Seminar wurde uns gelehrt, dass ein gesundes Netzwerk das A und O des Fernstudiums ist.

Dank der Aufgeschlossenheit und Hilfsbereitschaft der Studenten und Studentinnen ist dies auch über den großen Teich hinweg möglich. Wenn ich einmal auf dem Schlauch stehe oder nicht weiterkomme, reicht eine Frage im Forum und es wird mir direkt geholfen. Diese Art der Online-Kommunikation erleichtert mir mein Studium ohne persönliche Kontakte enorm. Meine Klausuren schreibe ich an der „Deutschen Schule Alamogordo“. Die Schule gibt es in unserer Stadt, da es sich um einen Bundeswehrstandort handelt.

Die APOLLON Hochschule hat diesem Klausurort sofort zugestimmt, was für mich perfekt ist, da ich morgens ganz entspannt und ohne lange Anreise meine Prüfungen absolvieren kann. Überhaupt ist alles aus organisatorischer Sicht sehr unkompliziert. Ein Anruf beim Studienservice oder eine E-Mail genügt und das Anliegen wird bearbeitet. Dank der gebotenen Flexibilität im Studienplan und bei den Seminaren muss ich nicht in jedem Jahr nach Deutschland fliegen. APOLLON ermöglicht es mir die Seminare nachzuholen. Dies war auch einer der Hauptgründe, warum ich mich für diese Hochschule entschieden habe.

Sebastian Müller3 von 5
Sebastian Müller

Flexibel auch im Ausland

Seit inzwischen 10 Jahren lebe und arbeite ich in Norwegen. Als ich mich entschieden habe, neben den Beruf ein Studium zu beginnen, fiel die Wahl schnell auf die APOLLON Hochschule. Denn als Studierender aus dem Ausland, muss ich das Studium flexibel gestalten können.

Name Sebastian Müller
Abschluss 2014 ([ml] label-jahrgangsbild)
Studiengang Bachelor Gesundheitsökonomie
Erlernter Beruf Krankenpfleger
Derzeitiger Beruf Jr. Key Account Manager
Geburtsdatum 10.11.1978

Gerade der Aspekt der Unabhängigkeit von Ort und Zeit war mir bei der Auswahl der Fernhochschule sehr wichtig. In meinem Studiengang Gesundheitsökonomie (B.A.), sind für das ganze Studium lediglich 5 Pflichtseminare vorgesehen. Die Seminare finden immer freitags und samstags statt. Ich habe die Seminare immer lang im Voraus geplant und oft mit einem kurzen Heimaturlaub verbunden.

Natürlich gibt es spezielle Aspekte, die man als Studierender im Ausland beachten sollte. Wenn man nicht für die schriftlichen Prüfungen nach Deutschland fahren kann oder möchte, muss man sich einen Prüfungsstandort im eigenen Land suchen. Ich habe gute Erfahrungen mit dem Goethe Institut gemacht. Gegen eine Prüfungsgebühr konnte ich dort meine schriftlichen Prüfungen ablegen. Die Unterlagen wurden dann von dem Goethe Institut an die APOLLON Hochschule geschickt. Genaue Modalitäten müssen natürlich mit dem APOLLON Studienservice abgesprochen werden.

Ein anderer Aspekt, der mir im Nachhinein sehr wichtig erscheint, gilt der Vernetzung mit Studienkollegen. Da ich im Ausland weder eine Lerngruppe noch einen Stammtisch initiieren konnte, waren andere Methoden gefragt. Der Austausch mit Studienkollegen, Tutoren oder dem Studienservice erfolgt überwiegend über den Online Campus. Als Student im Ausland ist man also auf sehr gut funktionierende Onlinekommunikation angewiesen. Umso mehr freute ich mich auf die Präsenzseminare! Denn dort war das Studium wieder „direkter“ und „lebhafter“.

Achso, ein wichtiger Punkt- der Studiengang ist international anerkannt. Sogar in Norwegen :-)

Liane Mühlenberg4 von 5
Liane Mühlenberg

Studieren...

...von der Insel aus

Hallo,
ich bin Liane und lebe in UK, genauer gesagt in London-Crawley. Warum ich die Fern-Uni APOLLON ausgesucht habe hat mehrere Gründe. Nach all der Suche im Netz, Spanien, Austria, Switzerland, England... habe ich nach gründlichem Recherchieren festgestellt, dass die APOLLON - mit Abstand- den besten Unterrichtsstoff vermittelt.

Name Liane Mühlenberg
Studiengang Bachelor Gesundheitsökonomie
Erlernter Beruf Zahnarzthelferin
Derzeitiger Beruf selbstständige Dentalhygienikerin

Es würde an vielen anderen Unis möglicherweise leichter sein und vielleicht sogar einfacher, mit meiner Berufserfahrung einen Master-Abschluss zu erlangen; aber...das Wissen, dass ich vermittelt bekomme lag mir mehr am Herzen.

Die Präsenzseminare sind verhältnismäßig gering, so dass es nicht zu schwer ist, trotz Wohnsitz im Ausland daran teilzunehmen. Es ist wichtig, einen Präsenztermin möglichst früh bestätigt zu bekommen, da Flüge und Hotel gebucht werden müssen. Dadurch kann ich die Flugkosten und Übernachtung besser managen. Leider besteht noch das Risiko, das eine Veranstaltung aufgrund der Teilnehmerzahl abgesagt werden kann und dadurch unnötige Kosten für mich entstehen.

Das Überraschende für mich war, als ich erkennen musste, dass mir die deutsche Sprache, speziell wie ich mich richtig ausdrücke etwas abhanden gekommen ist. Die Erkenntnisse zu realisieren, welchen sprachlichen Einfluss das Leben in einem anderen Land hat, ist relativ lustig. Die anderen Einflüsse kann ich gesondert erklären.
 
Stolz macht mich, dass man im Ausland wegen seines "deutschen Wissensstandes und der Effizienz" sehr geschätzt wird. Nachdem ich nun endlich wieder der deutschen Schreibweise und dem Lernstil näher gekommen bin, bin ich sehr froh, diesen Weg gewählt zu haben. Die APOLLON ist mit der Übermittlung der Studienunterlagen extrem pünktlich und zuverlässig, wunderbar!

Was meiner Meinung nach noch verbesserungswürdig ist, eventuell ist es aber auch Ansichtssache, der Online-Support. Ich vermisse mehr Online-Support, wie z.B. Online-Vorlesungen, Online-Seminare, Online-Tutorien, direkten Kontakt zu Tutoren, das alles ist nicht so, wie ich es von Weiterbildungen aus England gewohnt bin. Ich weiß auch von Bekannten, die auch ein Fernstudium an einer deutschen Hochschule absolvieren, dass es dort auch deutlich mehr Online-Angebote gibt.

Es wäre schön, wenn sich die APOLLON Hochschule hierzu Gedanken machen würde und das Angebot erweitert. [Anmerkung des APOLLON-Teams: Machen wir!]

Ich kann mir gut vorstellen, dass Kommilitonen aus dem ländlichen Bereich genauso fühlen. Die Zeitverschiebung und auch Berufstätigkeit sollte keine Rolle spielen, wenn solche Seminare und Vorlesungen am Wochenende oder abends stattfinden würden. Ich wurde mich auch freuen mit Kommilitonen mehr über Skype in Kontakt zu kommen. Eine Art Online-Stammtisch, sozusagen via Online-Pub.
Cheers, Liane

Liane Eberhard5 von 5
Liane Eberhard

你好 „Ni hao“ aus dem Land der Mitte

„Wir gehen nach China!“ – Es war schon immer klar, dass ich meinem Mann bei einer solchen Chance nicht im Weg stehen und mitgehen werde. Mit Stäbchen essen konnte ich ja schon und da ich 2006 bereits während eines vierwöchigen Urlaubes Shanghai und das Umland kennen lernen durfte, war kein langes Sinnieren nötig, hier die Entscheidung zu treffen.

Name Liane Eberhard
Studiengang Bachelor Gesundheitsökonomie
Erlernter Beruf Arzthelferin
Geburtsdatum 12.04.1977

Aber, was mache ich in der Zeit?!

In Deutschland noch habe ich mich in den unendlichen Weiten des Internets auf die Suche nach einer neuen Arbeitsstelle gemacht. Was ich fand, waren sehr interessante Unternehmen auf der Suche nach Mitarbeitern mit mindestens Bachelor-Grad, meist noch in Kombination mit Chinesischkenntnissen. Das konnte ich nun als deutsche Chefarztsekretärin mit Erfahrung im Rechtsanwalts- und Steuerbereich nicht vorweisen.

Wieso also nicht diese Auszeit nutzen und die eigene Karriere ein bisschen forcieren?

Googelt man „Fernstudium Gesundheitswirtschaft“ stolpert man sehr schnell über die APOLLON Hochschule. Für ein Fernstudium dort hatte ich alle Voraussetzungen und musste gar nicht überlegen, ob ich diese Unternehmung starten sollte. Anmeldung raus, Koffer gepackt und schon war ich in Shanghai.

Vier Wochen Vorlaufzeit hatte ich zur Neuorientierung in der großen Stadt eingeplant bevor das erste Studienpaket mich erreichen sollte. Hervorzuheben ist hierbei der stets nette Kontakt mit dem Studienservice der APOLLON Hochschule. Es war ja nicht sicher ob die Post hier pünktlich und sicher zum Empfänger kommt, wie man es in Deutschland gewöhnt ist. Aber es funktioniert sehr gut. Zwar wird jedes Paket – vermutlich vom Zoll –  geöffnet aber es fehlte bisher nie etwas.

Kaum lagen die ersten Skripte auf dem Schreibtisch ging es also „zur Sache“. Wie werde ich wohl mit der freien Zeiteinteilung zurecht kommen? Ich habe bis zuletzt an mir gezweifelt und muss sagen, ich bin von mir selber überrascht. Zunächst habe ich mir einen kleinen „Pseudojob“ organisiert. Ich bin jeden Morgen früh aufgestanden, habe mich mit meinen Skripten, die ich gerade bearbeite um 8.00 Uhr in die Metro gesetzt und bin zur Bibliothek gefahren. Dort habe ich dann meine fünf bis sechs Stunden gearbeitet und nach „Feierabend“ ging es wieder zurück nach Hause.

Insgesamt fehlten mir aber aufgrund der großen Distanzen hier in Shanghai zwei volle Stunden jeden Tag. Zwei sehr interessante Stunden, denn unterwegs und in der dichtbesetzten Metro erlebt man immer etwas und ich weiß nicht, wer wen interessierter beobachtet hat – die Chinesen mich oder umgekehrt... Mag vielleicht daran gelegen haben, dass ich während der Fahrt in meinen aus konservativem Papier bestehenden Skripten geblättert habe und nicht mit irgendeinem mobilen Hightech-Gerät telefoniert, Musik gehört, einen Film geschaut oder ein Spiel gespielt habe, wie sonst wirklich fast alle Mitreisenden.

Aber diese zwei Stunden fehlen eben, um das ganze „Drumherum“ zu erledigen. Experimentell habe ich dann beschlossen, einfach mal von zuhause aus zu lernen. Und mir geschworen, wenn es nicht funktioniert, mangels Motivation oder ähnlichem, dann fahre ich eben wieder zur Bibliothek. Seitdem lerne ich von zuhause. Und es läuft! Wie gesagt, es wundert mich selber, denn wenn ich an die Schulzeit denke....

Ein sehr großer Vorteil ist, dass ich die Klausuren auch hier vor Ort schreiben kann. Das Goethe-Institut bietet deutschen Studenten die Möglichkeit Ihre Klausuren dort abzulegen. Auch hier läuft die Organisation mit dem Studienservice sehr gut. Bei der ersten Klausur habe ich mich noch darüber gewundert, dass ich Handtasche, Jacke, Mobiltelefon etc. abgeben musste. Bei den folgenden, wusste ich dann schon, dass nun mein Kugelschreiber (vielleicht noch mein Taschenrechner) und ich alleine uns den 120 Minuten Prüfungszeit stellen dürfen. Das ist wohl so in China, obwohl es eigentlich eine Ehrensache für die Chinesen ist, nicht zu schummeln.
Die Weisheiten, die ich dann zu Papier gebracht habe, werden anschließend nach Deutschland zur Hochschule zwecks Korrektur gesendet. Und lediglich der Postweg verlängert eben ein wenig die Wartezeit. Auch hier läuft sonst alles wie für die deutschen Fernstudenten.

Da die Zahl der APOLLON-Studenten in Shanghai schwindend gering ist, kommt leider kein Stammtisch zustande. Aber den Tipp vom Einführungsseminar „Vernetzt Euch!“ habe ich angenommen und so rückt die Welt durch E-Mail, Skype und Gruppen in sozialen Netzwerken doch ein ganzes Stück zusammen.

Heimweh habe ich hier in der ganzen Zeit nie gehabt. Familie und Freunde erreiche ich ebenso via Telefon und Internet und in der Not wäre ich in 12 Stunden wieder in Deutschland. Die große deutsche Community in Shanghai bietet die Möglichkeit viele Leute kennenzulernen. Hierunter habe ich schon manch weiteren Fernstudenten gefunden und so ist man doch nicht ganz allein. Zudem werden laufend typisch deutschen Aktivitäten wie Oktoberfest, vorweihnachtliche Feuerzangenbowle oder Übertragungen der Bundesliga und ähnliches angeboten. Dies bringt ein bisschen Heimat in die Ferne, was ein schönes Miteinander unterstützt.

Ich kann jedem, dem sich eine solche Chance bietet, nur empfehlen, sie zu nutzen. Man lernt eine völlig neue Flexibilität und wird gelassener, wenn einem nicht immer alles wie auf dem Silbertablett serviert wird.

Zunächst die sprachliche Kluft. Englisch ist weiterhin nicht die Weltsprache in Shanghai, auch wenn die Stadt mit ihren rund 24 Millionen Einwohnern (inkl. Vororte) und der faszinierenden Skyline eine Weltmetropole ist. Will man den kulturellen Unterschied spüren, muss man sich in die Eckchen begeben, in denen die englische Kommunikation weitestgehend unmöglich ist. Aber ganz ehrlich: für mich macht es gerade das aus. Ich finde es spannend durch kleine Gassen zu spazieren, hier und da Undefinierbares aus Garküchen zu probieren („Wir sind ja gegen alles geimpft“, sagt mein Mann immer), Seidentücher bei der fahrenden Händlerin um die Ecke in gebrochenem Chinesisch auf mein Preisminimum runterzuhandeln, oder einfach der älteren Generation der Shanghainesen beim Mahjong-Spiel auf dem Gehweg oder beim Paartanz im Park zuzuschauen. Denn genau an diesen Eckchen kommt man mit den Menschen in Kontakt. Und die Freundlichkeit und Offenheit, die einem dann entgegen kommt, wenn sie feststellen, dass sich jemand mit dieser komplizierten Sprache bemüht und für ihre Kultur interessiert, ist einfach unbezahlbar.

Sehr anstrengend finde ich immer wieder den Spagat zwischen Freundschaft im deutschen und im chinesischen Sinne. Da die Chinesen stets auf den Ausbau von Beziehungen bedacht sind – und hier geht es nicht wie bei uns um die rein zwischenmenschliche Beziehung, sondern definitiv um Beziehungen im Geschäftssinn, auch auf privater Ebene – muss man immer darauf achten, dass man Geschenke erwidert und Abendessen am besten abwechselnd bezahlt. Mit Geschenken oder Einladungen zum Essen ist es in China üblich sozusagen in Vorleistung zu treten. Hier gilt es dann auch bei chinesischen Freunden und Bekannten immer auf einem Level zu bleiben, sonst ist man etwas schuldig und zu gegebenem Anlass kann diese Schuld dann schon einmal direkt eingefordert werden. Es ist schwer dies nicht als berechnend zu sehen oder persönlich zu nehmen, wenn man sein Leben lang Geschenke von Herzen gemacht hat. Ich sage mir deshalb immer: „Es ist hier eben so!“. Und so wie wir für außenstehende Eigenarten unserer Kultur im Blut haben sind solche Gepflogenheiten hier üblich.

Insgesamt bin ich sehr glücklich mit der Möglichkeit, die sich mir durch APOLLON hier bietet. Auf diese Weise erweitert man nicht nur den kulturellen Horizont, sondern nimmt noch eine ganze Menge gesundheitswissenschaftliches und -wirtschaftliches Wissen mit. Ein Praktikum vor Ort wäre jetzt noch grandios, mal schauen, was sich ergibt...

Und während Deutschland noch schläft, schieben sich hier schon wieder dicht an dicht, hupend und scheinbar an keiner Verkehrsregel orientiert, tausende Fahrräder, Elektroroller und Mofas, Taxen, Privat-PKWs und Busse durch die belebten Straßen.

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