Erfahrungsbericht Soziales Engagement

Jeannette Gelardi

"Ja, Arbeit, Kinder, Familie, Studium, Freunde... da wünscht man sich manchmal, dass der Tag mehr als 24 Stunden hat. Und dennoch gibt es Projekte, die es lohnt zu unterstützen und dabei tatkräftig mitzumachen."

Name Jeannette Gelardi
Studiengang Bachelor Gesundheitstechnologie

Ich selbst bin seit vielen Jahren im Team der KinderAkademie (KIAK) tätig.


Geboren wurde diese Idee vor 8 Jahren. Der Run an die Kinder-Unis war enorm und auch hier in Würzburg wurde/wird es angeboten. Nun leben wir ganz idyllisch 20 km südlich der "Großstadt" :-), aber auch unsere Kinder fanden es spannend und interessant, Uni-Luft zu schnuppern. Also haben wir Mütter uns organisiert und sind mit vollgeladenen Autos nach Würzburg.... So weit so gut. Doch was ist mit den Kindern, die noch abgeschiedener wohnen oder wo sich die Eltern nicht dafür interessieren? Ihre Kinder aber auch gerne an so einem Programm ab und an teilnehmen möchten?


Das war die Geburtsstunde der KIAK. Wir sind ein kleines Team von 6 Leuten und organisieren einmal im Monat Vorlesungen im ländlichen Raum. Gerichtet ist die KIAK im Groben an Kinder im Grundschulalter (6 - 12 Jahre). Fester Vorlesungsort ist die alte Synagoge in Kitzingen. Doch auch Vorträge im Wald mit einem Förster oder eine Kirchenralley in der Stadt standen bereits auf dem Programm. Ansonsten sind die Themen ganz breit gefächert: vom Insektenexperten mit lebenden Riesenheuschrecken, über einen Extrembergsteiger, der samt Ausrüstung und tollen Fotos da war, musikalische Mitmachvorträge, bis hin zu chemischen Experimenten ist fast alles vertreten.

Wir fragen unsere "Studenten" immer wieder nach ihren Interessen und sammeln Vorschläge, treffen uns dann zum Brainstorming, wählen aus, suchen nach Referenten (die kein Honorar erhalten, aber ein Dankeschön von uns) und planen den gesamten Ablauf. Am Tag der Vorlesung stempeln wir die Studentenausweise ab und nach 4 besuchten Vorlesungen bekommen unsere fleißigen Zuhörer sogar ein Diplom. Da sind sie dann immer besonders stolz. Und manche von ihnen besitzen mittlerweile einen ganzen Stapel davon :).
Tja, das Ganze machen wir natürlich ehrenamtlich. Und auch nur so funktioniert es. Wir freuen uns jedes Mal über den regen Zulauf (bis zu 180 Kinder) und oft lernen wir bei einer Vorlesung auch noch etwas dazu :-).

Es gibt natürlich noch dies oder das, wo ich mal mit- oder aushelfe, aber das ist nicht der Rede wert.